Softwareupdate
Es mag trivial erscheinen, aber tatsächlich ist es von höchster Dringlichkeit, die Firmware Ihrer Geräte auf dem neuesten Stand zu halten. So spielt Dirac Live auf diesen einwandfrei ab.
Wer ein Modell der Firma Lexicon besitzt, kann sich ein Update auf der Lexicon.com-Seite herunterladen. Die Firmware findet sich am schnellsten durch einen Klick auf diesen Link und etwas weiter unten bei „Manuals & Downloads“. Nun bitte „Unit Software – Rest of the World“ auswählen. (Das Update bezieht sich auf den RV-6, den RV-9 und den MC-10.) Beide heruntergeladenen .fw-Dateien werden auf einen USB-Stick gezogen, auf dem sich bitte keine anderen Dateien befinden. Anschließend wird dieser in den AV-Receiver gesteckt. Um das Update zu aktivieren, drücken Sie die Tastenkombination „info“ und „display“. Anschließend ist es zwingend notwendig, einen Reset des Geräts durchzuführen, indem Sie den Menü-Knopf an der Front für 5 Sekunden drücken. Wenn das Display „Setup Menu“ anzeigt, drücken Sie „ok“ und „direct“.
An der Stelle sei noch erwähnt, dass der Reset das Gerät in den Werkszustand zurücksetzt. Das heißt sämtliche Einstellungen führen Sie erst nach dem Software-Update durch, da die Arbeit sonst wiederholt werden muss.
Grundeinstellungen
Vermerken Sie manuell im Gerät die entsprechende Anzahl der Lautsprecher und deren Größe. Dirac erkennt dies nämlich leider nicht automatisch. Die Gerätesteuerung wird auf IP gestellt und die Sprache auf Deutsch. (Hier beziehen wir uns erneut auf Lexicon-Geräte. Mindestens der Arcam AVR 550 hat jedoch das gleiche Menü.)
Dirac Live
Wie bei dem Software Update des Modells, muss Dirac Live auf dem Laptop/Computer auf dem aktuellen Stand sein. Dafür besuchen Sie die live.dirac.com-Webseite. Wer dies noch nicht getan hat, muss sich hier ein Nutzer*innenkonto anlegen. Anschließend können Sie im Download-Bereich die aktuelle Software herunterladen.
Nun können die Voreinstellungen für das Programm getroffen werden: Stellen Sie das Master Volume runter. Die Empfindlichkeit des Mikrofons sollte eher niedrig sein. Anschließend kann die Lautstärke der einzelnen Kanäle ausgepegelt werden, bis alle Balken grün sind.
Anschließend wird das Mikrofon auf Ohr-Höhe senkrecht in den entsprechenden Ständer geklemmt. Dabei ist auf die genaue Positionierung zu achten. Noch wichtiger ist jedoch, das Mikrofon anschließend nicht mehr zu bewegen!
Nebenbei erwähnt ist es empfehlenswert, sich ein hochwertigeres Mikrofon als das beigelegte zu kaufen. Allerdings lässt sich auch das beigelegte Mikrofon kalibrieren. Dafür wird die entsprechende Kalibrierungsdatei heruntergeladen. Sie ist auf die Art des Mikrofons geeicht. Wenn Sie dies beachten, wird das Ergebnis noch besser. Wenn Sie es jedoch nicht beachten, wird es nicht plötzlich schlechter. Dieser Hinweis ist also nicht als Pflicht zu verstehen.
Beliebte Fehlerquellen
Aus unserer Erfahrung heraus gibt es zwei entscheidende Fehlerquellen bei der Einstellung von Dirac Live: Wenn das Gerät nicht von Dirac Live erkannt wird, sollte zunächst überprüft werden, ob die Steuerung auf IP eingestellt wurde. Und dann kommt es gern zu einer Übersteuerung, (Stichwort Clipping), wenn das Lautsprecherlevel zu hoch eingestellt wurde.
Abschluss
Dirac Live ist ein sehr fortschrittliches Programm. Mit seiner Raumkorrektur zielt es darauf ab, die Klänge so abzubilden, wie sie ursprünglich intendiert waren. Und das ohne Abstriche aufgrund des Zusammenspiels von Lautsprechern, Positionierungen und Räumlichkeiten zu machen. Dass es dabei zu Schwierigkeiten kommen kann ist normal.
Einen weiteren Eindruck zu den Möglichkeiten von Dirac Live verschafft übrigens unser Video mit AV-Consultant Raphael Vogt.
Update 18.05.2020: Unser Kollege Alex hat mit Hilfe eines Lexicon RV-6 die komplette Einmessung von Dirac Live vor der Kamera vorgenommen. Dieses Video soll eine Stütze darstellen, damit Sie es leichter haben, durch den Prozess zu gelangen.
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