Es gibt Projekte, bei denen merkt man schnell: Wenn wir hier Abkürzungen nehmen, holen sie uns später wieder ein. Unser neues Kino gehört genau in diese Kategorie.
Als wir die Fläche am Südkreuz übernommen haben, war das im Grunde ein leeres Loft. Viel Raum, viel Potenzial – aber keinerlei Struktur für ein Heimkino. Gleichzeitig genau die Chance, es diesmal wirklich richtig zu machen.
Raum im Raum – die Grundlage für alles
Wir haben uns für eine klassische Raum-im-Raum-Lösung entschieden. Nicht aus Spieltrieb, sondern weil es die einzige sinnvolle Basis ist, wenn man mehrere Hörsituationen parallel betreiben will.
Das bedeutet konkret:
- entkoppelte, massiv aufgebaute Wände
- schalloptimierte Türen mit Bodendichtung
- versteckte Kabelführung
- separater Technikraum
Das Ergebnis ist ein Raum, der nicht nur gut klingt, sondern auch im Alltag funktioniert.
Akustik: bewusst kein „toter Raum“
Ein Punkt, bei dem wir sehr klar waren: Wir wollten kein überdämpftes Kino.
Unsere Erfahrung zeigt, dass gute Heimkinos von einem ausgewogenen Verhältnis leben. Deshalb setzen wir gezielt auf Diffusion und kontrollierte Absorption.

Zum Einsatz kommen unter anderem:
- strukturierte Oberflächen im Frontbereich zur Schallstreuung
- perforierte Decke mit Dämmung dahinter
- Teppichboden zur Beruhigung im Tiefton- und Mitteltonbereich
- Holzpaneele im hinteren Bereich
So entsteht kein steriler Klang, sondern ein Raum mit Tiefe und Natürlichkeit.
Technik: vergleichen statt glauben
Ein großer Vorteil unseres Setups ist die Flexibilität. Das Kino ist so aufgebaut, dass wir unterschiedliche Komponenten direkt gegeneinander zeigen können.
Unter anderem lassen sich:
- Projektoren vergleichen
- Leinwände wechseln
- AV-Receiver umschalten
- Lautsprechersysteme variieren
Und das alles ohne Umbau – per Knopfdruck.

Der aktuelle Stand
Der aufwendige Teil ist erledigt: Bau, Struktur und Verkabelung stehen. Aktuell arbeiten wir an den finalen Details wie Wandpaneelen, Leinwänden und der vollständigen Integration der Lautsprecher.
In etwa zwei bis drei Wochen wird das Kino komplett einsatzbereit sein.

Fazit
Dieses Kino ist kein „Showroom-Gimmick“, sondern ein Werkzeug.
Ein Raum, in dem man Unterschiede nicht erklärt bekommt – sondern hört.
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