Subwoofer -- Anschluss und Einstellung

Subwoofer -- Anschluss und Einstellung

Subwoofer – Anschluss & Einstellung

Herkömmliche Lautsprecher wie Kompaktboxen oder Satellitenlautsprecher bilden typischerweise die hohen und mittleren Frequenzen besonders gut ab. Für die Tiefen kann es ratsam sein, einen Subwoofer zu verwenden, um auch das untere Frequenzspektrum hör- und spürbar zu machen. Es handelt sich also um spezielle Lautsprecherboxen, die für tieffrequente Schallwellen konzipiert und optimiert wurden. In diesem Fall handelt beziehen wir uns mit der Schilderung auf Aktiv-Subwoofer, d.h. solche, die über einen eigenen Verstärker verfügen.

Anschluss

Wie der Subwoofer anzuschließen ist, hängt davon ab, ob ein Stereo-Verstärker oder ein AV-Receiver verwendet wird. Im Fall des Stereo-Verstärkers mit bestehenden Pre-Outs kann ein Cinch-Kabel verwendet werden. Sind keine Pre-Outs am Verstärker vorhanden, kann ein normales Lautsprecherkabel verwendet werden. Moderne AV-Receiver verfügen über mindestens einen Vorverstärker-Ausgang (Pre-Out), üblicherweise auch über einen dedizierten Subwoofer-Stereo/Mono-Ausgang, so dass ggf. hier ein Mono-Cinch-Kabel verwendet werden kann.

 

Rückseite des Dali Sub P-10 DSS; Anschlussterminal

Rückseite des Dali Sub P-10 DSS; Anschlussterminal

Einstellung (Übergangsfrequenzen & Phasenlage)

Bevor auf die Einstellungen eingegangen wird, soll zunächst die eigentliche Aufgabe eines Subwoofers genauer erläutert werden. Wie bereits erwähnt, ist ein Subwoofer für die Wiedergabe tiefer Frequenzen zuständig. Dabei steigt er optimalerweise bei dem Frequenzbereich ein, bei dem Regallautsprecher oder Standlautsprecher ihre Arbeit nicht mehr verrichten, weil sie diese Frequenzen nicht wiedergeben können. Auch bei den Einstellungen kann die Unterscheidung zwischen Stereo-Verstärker und AV-Receiver vorgenommen werden. Wichtig ist hierbei die Abstimmung des Subwoofers auf die Lautsprecher, so dass ein möglichst homogenes Klangbild entsteht.

 

 

Phasenlage, Übergangsfrequenz, Lautstärke

Phasenlage, Übergangsfrequenz, Lautstärke

Übergangsfrequenz

Sie ist der bereits angesprochene Bereich bei dem die Satelliten aufhören zu arbeiten und der Subwoofer seine Arbeit aufnimmt. Je nachdem, welche Lautsprecher Sie verwenden und ob Sie einen Stereoverstärker oder einen AV-Receiver nutzen, muss der Subwoofer entsprechend eingestellt werden. Auf der Rückseite des Tieftöners befinden sich Einstellmöglichkeiten (z.B. ein Potentiometer in Form eines Drehreglers oder einer elektronischen Steuerung)  mit z.B. einer Skala von z.B. 0-200 Hz. Verwenden Sie eher kleine Lautsprecher, so muss die Frequenz am Subwoofer höher eingestellt werden. Im Fall, dass kleinen Lautsprecher verwendet werden, etwa 120-150 Hz. Bei kleinen Lautsprechern sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Subwoofer sich zwischen den Frontlautsprechern befindet. Da man Tonsignale in diesem Frequenzbereich hörbar orten kann, wäre es schlecht, den Subwoofer neben oder hinter dem Hörplatz zu positionieren. Bei größeren Lautsprechern hingegen reichen schon 40-80 Hz. Diese „Regel“ gilt allerdings nur für die Nutzung in Kombination mit einem Stereo-Verstärker.

Welche Trennfrequenz in Hertz Sie für die Einstellung am Subwoofer genau benötigen, steht noch detaillierter in der Bedienungsanleitung der Lautsprecher. Der untere Schwellwert des Frequenzbereiches der Lautsprecher ist dabei auch der Wert, den Sie beim Subwoofer einstellen sollten. Bei aller Liebe zum Detail haben allerdings die Einstellungen eines AV-Receivers Vorrang vor den Richtlinien der Lautsprecher. Wird der Subwoofer an den Vorverstärkerausgang angeschlossen, so sollte der Frequenzbereich am Subwoofer auf die maximale Stufe von z.B. 240 Hz gestellt werden, um zu vermeiden, dass die Frequenzgangkorrekturen sich nicht ins Gehege kommen. Über das Bassmanagement des AV-Receivers kann die Übergangsfrequenz vom Receiver z.B. per Einmessverfahren gesteuert werden.

Phasenlage

Die Phasenlage bestimmt, ob sich das Chassis des Subwoofers bei Signalimpulsen zuerst nach vorne oder nach hinten (bzw. auf oder ab) bewegt. Optimal ist es, wenn die Frontlautsprecher und der Subwoofer gleichphasig schwingen. Steht der Subwoofer frontal zwischen oder neben den Frontlautsprechern im gleichen Abstand vom Hörplatz wie die Lautsprecher selbst, kann eine Phase von 0° am Subwoofer eingestellt werden. Befindet sich der Subwoofer seitlich vom Hörplatz oder an einer anderen Stelle im Raum, ist es unter Umständen sinnvoll, die Phase ggf. umzukehren, was 180° entspricht. Manche Modelle können auch stufenlos angepasst werden. Als Messinstrument dienen dafür Ihre Ohren bzw. Ihre Empfindung. Sofern der Subwoofer eine stufenlose Phasenregelung bietet, bitten Sie eine zweite Person, den Phasenregler langsam zu betätigen, während Sie sich auf Ihrem Hörplatz befinden. Zum Einstellen der Phase ist eine Test-CD mit unterschiedlich tiefen Basstönen optimal. Ist die Phase verstellt, wird der Bass im Bereich der Übergangsfrequenz leiser oder unpräzise oder seine akustische Abbildung im Hörraum erscheint ungewöhnlich. Bei richtig eingestellter Lautstärke und Phase werden alle Basstöne etwa gleich laut wiedergegeben. Experimentieren Sie und lassen Sie den Phasenregler in der Position, in der Sie den stimmigsten Hörgenuss empfinden.

AV-Receiver hingegen können über das Einmess-System die Phasen-Einstellung selbstständig vornehmen und anpassen. Bei Verwendung eines AV-Receivers mit Einmessautomatik ist es ratsam, die Phase beim Subwoofer auf 0° einzustellen.

Lautstärkeeinstellung

Der einfachste Weg, die Lautstärke eines aktiven Subwoofers korrekt einzustellen, erfolgt über das Menü des angeschlossenen AV -Receivers. Verwenden Sie dessen Testtongenerator, um den Subwoofer auf den Rest der Lautsprecher abzustimmen. Am Hörplatz darf die Lautstärke des Subwoofers nicht in Relation zu den anderen Lautsprechern zu leise oder zu laut sein. Wer Motto lebt: „Bass kann man nie genug bekommen“, erhält bald die Quittung bei heftigen Effektgewittern, wodurch das gesamte Equipment rasch an seine Leistungsgrenze kommt. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, leidet die Qualität des gesamten akustischen Aufbaus. Anstatt die Effekte mit einem differenzierten, realistischen Aufbau zu erleben, hört man dann nur einen zu aufdringlichen, zu massiven Bass, der das gesamte restliche Klangfundament akustisch zudeckt.

Für die Einstellung der Lautstärke muss der Pegelregler des aktiven Subwoofers aufgedreht werden, anschließend wird der Rest mit dem Testtongenerator des AV-Verstärkers erledigt. Bei THX-Subwoofern wird üblicherweise der Pegelregler am aktiven Subwoofer auf den Maximalwert eingestellt. Akustisch anspruchsvolle Hörer, die Wert auf eine absolute akustische Homogenität und Pegelgleichheit legen, sollten die Anlage und somit auch den aktiven Subwoofer mit einem Schallpegelmessgerät (Sound Pressure Level Meter, SPL-Meter) einmessen. Verschiedene aktuelle AV-Receiver haben auch unterschiedlich exakt arbeitende automatisierte Einmeßsysteme mit an Bord.

Wir beraten Sie gern und umfassend zum Thema Subwoofer.

Update 05.12.2017:

In diesem Video, das im Rahmen unserer Heimkino-Neueröffnung entstand, erklärt Raphael Vogt Grundlegendes zum Thema Subwoofer:

 

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