Ausdrucksstarkes Performance-Keyboard
Der Waldorf Iridium Keyboard verbindet die umfassende Multi-Engine-Synthese der Iridium- und Quantum-Familie mit einer hochwertigen Fatar-TP/8SK-Tastatur. Die 49 halbgewichteten Tasten verfügen über polyphonen Aftertouch. Dadurch kann jede gespielte Note einzeln auf Druck reagieren und unterschiedliche Modulationen auslösen. In Verbindung mit MPE entsteht eine besonders ausdrucksstarke Spielweise, bei der Klangparameter je Note getrennt gesteuert werden können. Sechs frei programmierbare Makrotaster ermöglichen schnelle Eingriffe in wichtige Performance-Funktionen.
Multi-Engine-Synthese
Der Iridium Keyboard arbeitet mit drei Oszillatoren pro Stimme und fünf unterschiedlichen Syntheseformen. Wavetable- und Waveform-Modus decken klassische digitale sowie virtuell-analoge Klänge ab. Particle verarbeitet Samples und Granular-Sampling, Resonator erzeugt physikalisch inspirierte Klangstrukturen und Kernels kombiniert bis zu sechs Suboszillatoren. Diese lassen sich durch Frequenzmodulation, Amplitudenmodulation, Phasenverzerrung, Ringmodulation oder Wavetable-Positionsmodulation miteinander verknüpfen. Damit reicht das Klangspektrum von klassischen Flächen und Bässen bis zu komplexen Texturen, perkussiven Klängen und experimentellen Soundscapes.
Filter, Modulation und Effekte
Pro Stimme arbeiten zwei unabhängige digitale Stereo-Filter sowie ein zusätzlicher Digital Former. Die Filter bieten unterschiedliche Lowpass-, Highpass- und Bandpass-Konfigurationen mit 12 oder 24 dB Flankensteilheit. Modelle aus Waldorf Nave, Largo, PPG, Quantum und State Variable erweitern die klangliche Vielfalt. Der Digital Former ergänzt Comb-Filter, Drive, Bitcrusher, Ringmodulation und weitere Filtertypen. Für Modulation stehen sechs Hüllkurven, sechs LFOs, ein komplexer frei zeichnbarer Modulator und 40 Matrix-Slots bereit. Bis zu fünf Effekte pro Layer können seriell oder parallel eingesetzt werden.
Sequencing und Patch-Speicher
Der erweiterte Arpeggiator und der Step-Sequencer mit bis zu 64 Schritten ermöglichen rhythmische und melodische Sequenzen sowie Parameterverläufe. Über 1.500 Factory-Presets wurden von internationalen Sounddesignern entwickelt. Zusätzlich bietet der Iridium Keyboard Speicherplatz für bis zu 7.000 Patches und 2,6 GB User-Sample-Speicher. Patches lassen sich zwischen Iridium Keyboard, Iridium Desktop, Iridium Core und Quantum austauschen. Dadurch kann der Keyboard-Synthesizer auch als zentrale Performance-Variante in einem bestehenden Waldorf-System dienen.
Anschlüsse und Integration
Der Iridium Keyboard besitzt zwei 6,3-mm-Audioausgänge, zwei Audioeingänge und einen Kopfhörerausgang mit eigener Lautstärkeregelung. MIDI steht über DIN In, Out und Thru sowie über USB zur Verfügung. Der USB-Host-Anschluss ermöglicht die Nutzung von Speichermedien und MIDI-Controllern. Über die CV-, Gate-, Trigger- und Clock-Anschlüsse kann der Synthesizer mit Modularsystemen, Drum-Machines und anderen Hardware-Sequencern synchronisiert und moduliert werden. Das Metallgehäuse misst 851 × 355 × 110 Millimeter und wiegt 14 Kilogramm. Damit ist der Iridium Keyboard als robuste Hauptklaviatur für Studio und Bühne ausgelegt.
Zielgruppe und Einordnung
Der Waldorf Iridium Keyboard richtet sich an Musiker, Produzenten und Sounddesigner, die eine besonders vielseitige digitale Syntheseplattform mit hochwertiger Spieltastatur suchen. Seine Stärken liegen in der Kombination aus polyphonem Aftertouch, MPE, direkter Bedienung und sehr tiefgehender Klangerzeugung. Im Vergleich zu den Desktop-Versionen eignet er sich besonders für Live-Performance und für Musiker, die Sounds direkt am Instrument formen möchten. Die vollständige Kompatibilität mit Quantum- und Iridium-Patches macht ihn zudem zu einer langfristig flexiblen Lösung für komplexe Studio- und Bühnensetups.
Données techniques
| Typ | Performance-Keyboard-Synthesizer mit Multi-Engine-Synthese |
|---|---|
| Synthese-Engine | Kompatibel mit Waldorf Quantum, Iridium Desktop und Iridium Core |
| Polyphonie | 16 Stimmen, duo-timbral |
| Oszillatoren | 3 pro Stimme, jeweils mit 5 Syntheseformen |
| Syntheseformen | Wavetable, Waveform/VA, Particle, Resonator und Kernels |
| Filter | 3 pro Stimme: 2 digitale Stereo-Filter plus Digital Former |
| Modulation | 6 Hüllkurven, 6 LFOs, komplexer Modulator, 40 Modulations-Slots |
| Effekte | Bis zu 5 Effekt-Slots pro Layer, serielles und paralleles Routing |
| Tastatur | 49 halbgewichtete Fatar-TP/8SK-Tasten mit polyphonem Aftertouch |
| Performance | MPE, Arpeggiator, Step-Sequencer bis 64 Steps, 6 programmierbare Makrotaster |
| Display | Touchscreen, 1.024 × 600 Pixel, Helligkeit regelbar |
| Speicher | 2,6 GB User-Samples, über 1.500 Factory-Presets, bis zu 7.000 Patches |
| Anschlüsse | Stereo In/Out, Kopfhörer, MIDI In/Out/Thru, USB Host/Device, microSD, CV, Gate, Trigger und Clock In/Out |
| Gehäuse | Stabiles Metallgehäuse im Design von Axel Hartmann |
| Abmessungen | 851 × 355 × 110 mm einschließlich Bedienelemente |
| Gewicht | 14 kg |